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Geschafft - Turner steigen in die Landesliga auf PDF E-Mail
Sonntag, 18. April 2010 um 19:06 Uhr
Bezirksligameister 2010
Rottweil/Bad Waldsee (PS) - Rottweil war dieses Jahr eine Reise wert. Durch die Meisterschaft in der Bezirksliga Südwürttemberg qualifizierten sich die Turner der TG Biberach und Bad Waldsee für den Aufstiegswettkampf zur Landesliga. Die jeweils besten zwei Mannschaften aus den drei Bezirksligastaffeln des Schwäbischen Turnerbunds (STB) ermittelten am Samstag ihren Aufsteiger. Parallel fand die Rückrunde der oberen STB-Ligen statt.

Aus einem nominierten Kader von zehn Turnern je Mannschaft, treten vier an den einzelnen Geräten an. Im Gegensatz zu den Ligawettkämpfen gibt es keine Streichwertung. Daher gilt es bei der Mannschaftsaufstellung, die Turner aufgrund ihrer Stabilität und der sauberen Ausführung der Übungen zu nominieren. Ein zu großes Risiko kann den Aufstieg kosten.

Gemeinsam mit dem Bezirksligameister Nord aus Heilbronn erwischten die Oberschwaben einen holprigen Start am Barren. Andreas Gresser stellte hier erneut unter Beweis, dass er ein Wettkampftyp ist. Obwohl er derzeit mitten in den Abiturprüfungen steht, stellte er sich in den Dienst der Mannschaft und steuerte das zweitbeste Ergebnis mit 12,10 Punkten bei. Mit 47,70 Punkten lagen die Oberschwaben in der Gerätewertung auf Rang drei.


Richtig wach ging es dann an das Reck. Auch hier turnte Gresser seine Übung souverän durch. Pascal Miez, Jochen Baur und Ingo Rösler zeigten hochwertige Übungen ohne große wackler. Mit den 46,10 Punkten distanzierten die TG'ler die Gegner. Die zweitbeste Mannschaft am Reck war die KTV Heilbronn II mit 44,10 Punkten.

 

Mit vier Einzelwertungen über 13 Punkten erzielten die Biberacher Bodenturner das drittbeste Geräteergebnis. Am Pauschenpferd zeigte Mannschaftsführer Jochen Baur eine Glanzleistung. Seine 13,20 Punkte konnte kein Gegner toppen. Damit glich er auch den Absteiger eines Mannschaftskameraden aus, dessen prüfungsbedingter Trainingsrückstand sich bemerkbar machte. Mit 41,60 Punkten wurde immerhin das zeitbeste Geräteergebnis erzielt.

 

Live dabei war dann der Waldseer Trainer Peter Scheible als Kampfrichter an den Ringen. Damit es zu fairen Wertungen kommt, werden neutrale Kampfrichter für die Abzüge eingesetzt. Die Vereinskampfrichter berechnen zu zweit - unter dem strengen Auge eines Oberkampfrichters - die Ausgangswerte der Übungen. Jan Kleinhans glänzte an seinem Paradegerät mit einer Schwalbe und einem Kreuzhandstand. Seine 12,90 Punkte waren die Höchstwertung an den Ringen. Die 12,60 Punkte von Pascal Miez bedeuteten die zweitbeste Leistung. Mit 48,20 Punkten Geräteergebnis marschierten die Oberschwaben weiter auf der Siegerstraße.

 

Der Vorsprung schmolz zwar beim Sprung etwas, war aber deutlich genug für den Sieg und damit den lang ersehnten Aufstieg in die Landesliga. Die Stärke der Südstaffel zeigt sich auch am zweiten Rang für den SV Villingendorf, die sich damit auch noch Hoffnungen für den Aufstieg machen dürfen. Ebenfalls auf dem Treppchen mit Rang drei fand sich die KTV Heilbronn II wieder.

 

Den Aufwärtstrend des Turnens in Oberschwaben kann man auch am Abschneiden der weiteren Vereine aus der Region fest machen. Die TG Wangen-Eisenharz I errang in der Oberliga den zweiten Platz und damit den Vizemeistertitel. Die zweite Allgäuer Mannschaft schaffte als drittplatzierte Kreisligamannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga Süd. Und zu guter Letzt marschierte die zweite Mannschaft des SSV Ulm als letztjähriger Aufsteiger und Landesligameister direkt durch in die Verbandsliga. Ein erfreuliches Wochenende für die Turner aus dem Süden.

Bericht und Bilder von Peter Scheible

 

 

Pascal Miez beim Schleudern an den Ringen

Pascal Miez beim Schleudern an den Ringen

 
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